Montag, 28. April 2008

Meteora (Klettern)






Tourdaten: Meteora (Griechenland), 22.-28.04.08

Nach 3 Jahren "Babypause" endlich wieder die griechische Kletterwoche mit Roland, zum 5. mal inzwischen. Basislager wie immer bei unseren Freunden im Koka Roka. Flug nach Thessaloniki und dann weitere ca. 300km mit dem Mietwagen. Wetter grandios bei der Ankuft, zwischendrin leider die einzigen 2 Regentage des Monats. Alles in allem trotzdem wieder ausgesprochen lohnend, nicht nur wegen der Kletterei.

Touren:

23.04. Doupianifels
- "Ostkante", VI, (V+A1), 4SL, Variante in der 3.SL
- "Abgebrochener Riese", V, 1.SL, dann erfolglose Suche nach Stand, Rückklettern und Abseilen nach Ende der Schwierigkeiten (or)
- "Schritte am Abend", V+, 3SL, mit Direktvariante am Ausstieg. Dann Abseilen über "Abgebrochener Riese", Materialbergung aus "Abgebrochener Riese".

24.04. Ypsiloterafels
- "Westkante", V- (V A1), 5SL, 120m, alternierend, Flug Roland in SL2 an Schlüsselstelle, Abseilen 4x
- "Apollofalter", V-, 5SL, 145m, ausgesetzt, Roland 1.SL VS

25.04. Regenwetter
- div. Klostererkundungen, Schlafen, Essen, Internet

26.04. Regenwetter
-div. Klostererkundungen, Wandern, Schlafen, Essen

27.04. Ambaria
- "Südwestkante", V, 4SL, 160m
- "Direkte Südwand", VI, 7SL, 175m, nur SL 1 u. 2 wg. Brüchigkeit und fehlender SH i.d. Verschneidung (Ausbruch?), Abseilen v. 2. SH
- "Südwand Diagonale", V, 7SL, 250m, plus Einstiegsvariante, V, nur SL 1-3 wg. Brüchigkeit und fehlender ZS, Abseilen vom 3. SH

Sonntag, 24. Februar 2008

Starnberg-Wolfratshausen-Runde (Bike)

Tourdaten: 62km, Höhendifferenz 350m, reine Fahrzeit ca. 3h

Beim seltsamen, plötzlichen Frühlingseinbruch im Februar, d.h. gefühlten Temperaturen von 25°C, bin ich wie alle anderen Mitbürger in die Naherholungsgebiete eingebrochen. In meinem Fall allerdings per Bike. So konnte ich den Tag dann auch im Freien verbringen, statt im Auto im Stau.

Wie bei der Forstenrieder Runde mit Merlin (erst Tags zuvor) quer durch den Forstenrieder Forst, dann weiter über Leutstetten nach Starnberg. Dort kurz auf die Seepromenade und dann schnellstens Flucht vor Spaziergängerhorden Richtung Percha. Abgebogen nach Berg in Richtung Aufkirchen und dann über Höhenrain nach Dorfen und Wolfratshausen.

Hier Richtung Puppling gleich an die Isar. Weissbier beim völlig überlaufenen Biergarten Aumeister und dann den wunderbaren Schleichweg durch den Wald nach Aumühle und weiter zur Mühle. Von da ein Stück hoch Richtung Strasslach, dann links in den Isarradweg und durch den Wald bis Grünwald und zurück zum Ausgangspunkt.

Schöne Rundtour bei Spitzenwetter, wenngleich nicht ideal für Menschen wie mich, denen Einsamkeit hier lieber ist als Sonnenschein und Februarsommer.

Sonntag, 17. Februar 2008

Wank (Bergsteigen & Big Foot)

Tourdaten: Wank (1780m), Höhendifferenz: 1018 m, Gesamtzeit: 4 h

Endlich meine sonst jährlich zwischen Weihnachten und Neujahr fällige Winterlieblingstour. Unglaublicher Tag, kalt (morgens minus 12 Grad) aber sonnig, keine Wolke am Himmel, gute Sicht. Schockiert festgestellt, dass am Tourenparkplatz jetzt ein "Hochseilgarten" errichtet wurde, inklusive Schildern, Plakaten, Trallala und Häuschen. Schluckt gleichmal die Hälfte der ohnehin knappen Parkmöglichkeiten.

Weg auf der Bergsüdseite in der Sonne hoch wie üblich, steigeisenfeste Schuhe, Big Foot am Rucksack. Unten frei, ab Mittelstation Eis/Schnee. Vergleichsweise flotter Aufstieg mit ca. 1:45h. Seilbahn zum Glück ausser Betrieb. Oben nur ca. 10 Leute beim Wankhaus. Ausgiebige Rast in der Sonne, gewohnt geniales Panorama.

Abfahrt nordseitig über Esterbergalm, beinhart im gefrorenen Schnee bzw. Eis mit Fußspuren aber dafür irrsinnig schnell. Gleitunterlage leider schon ab weit vor der Kapelle weggeschmolzen. Im ganzen Garmischer Tal liegt kein Schnee mehr. Irgendwelche grossräumigen Erdarbeiten auf dem Esterbergalm-Forstweg, was passiert hier mit der alten Bike-Referenzstrecke???

Traumhafter Tag!

Freitag, 2. November 2007

Kramer (Bergsteigen)

Tourdaten: Kramer 1985m, Höhendifferenz 1400m, Gesamtzeit 5h

Aufstieg wie immer über die Südostseite und die St. Martin Hütte, Abstieg dann erstmals über die Südwestseite und die Stepbergalm und runter zum Sportplatz. Ich war schon oft auf dem Kramer, kam aber bisher noch nie auf die Idee der Überschreitung, wohl weil ich stets beim Friedhof geparkt hatte und deshalb den Abstieg nach Westen scheute. Der Weg ist einiges weiter, hat vermutlich auch etwas mehr Gegensteigung, lohnt sich aber sehr. Dass man allerdings wirklich bis zur Stepbergalm muss bevor man die Laufrichtung ändern kann, bezweifle ich. Es sollte möglich sein, vorher schon nach Süden abzusteigen.

Der Aufstieg ging schnell, ausser beim Warten hinter anderen auf der heiklen Nordquerung im Schnee hatte ich keine Unterbrechungen und war nach 2:30h auf dem Gipfel. Geniales Wetter, zum ersten Mal auf dem Gipfel nicht nur wolken- sondern auch windfrei. Dementsprechend bevölkert war es auch, bestimmt 10 Leute oben, interessanterweise kommen die meisten über die Stepbergalm hoch. Schade ist immer wieder, dass der phantastisch frontale Aussichtsblick auf die Wetterstein-Südseite gerade mittags im extremen Gegenlicht steht, erst recht jetzt im Herbst/Winter.

Den Abstieg über die Südwestseite empfand ich landschaftlich ganz anders als den Aufstieg. Weite Grasflächen am Grat, eine schneegefüllte, felsige Rinne und dann nach der Richtungsänderung die lange Querung im Wald mit Gegensteigungen und abwechslungsreicher Topologie. Unten vor Garmisch hab ich dann versucht, den planierten "Rheumawanderweg" zu meiden, querfeldein möglichst lang am Berg zu bleiben und kam schliesslich fast beim Stadion wieder raus.

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Passo Rocchetta (Bike)

Tourdaten: Höhendifferenz 1450m, Strecke 45km, Gesamtzeit 5h

Tour im Blindflug angegangen, nur nach Karte orientiert, weil ich den Moser Gardasee West noch nicht hatte. Fahrt von Torbole nach Riva und dann auf die alte, wunderschöne Ponalestrasse, die nach langer Sperrung jetzt als Wander-/Bikeweg wieder offen ist. Weiter, am bekannten Abzweig zum Klettersteig Fausto Sussatti an der Cima Capi vorbei bis nach Pregàsina, dem romantischen Bergdörfchen. Von da dann Forstweg und später typischer Gardasee Trail, also zumindest bergauf unfahrbarer, steiler und schmaler Wanderweg. Hier kamen mir Massen von Mountainbikern entgegen, auch ganze geführte Tourengruppen.

Ab dem Pass Rochetta wieder Einsamkeit, sollte den Rest des Tages auch so bleiben. Die Moser Tour zweigt hier bald mit der Abfahrt nach Prè ab, ich selbst bin aber weiter auf dem wirklich beeindruckenden Höhenweg geblieben bis zum Bocca dei Fortini (siehe auch in etwa Moser 12, Tour 22, Alternativ-Route 1). Schliesslich fuhr ich in endloser Abfahrt hinunter zum Lago di Ledro. Ab kurz vor Molina glaubte ich die Strasse meiden zu können und verfuhr mich böse über Sackgassen in der Pampa. Schliesslich trug ich das Bike querfeldein diverse steile Waldhänge hinunter um wieder auf einem Wanderweg zu landen. Danach kam ich unvermeidbar auf die Strasse und später aus Versehen wieder in den (für Bikes gesperrten) Tunnel nach Pregàsina. Nach der Tunnelausfahrt war ich dann wieder auf bekanntem Terrain und fuhr die Ponalestrasse zurück nach Riva und Torbole.

Im Endeffekt eine grosse Tour mit phantastischen Landschaftserlebnissen, sicher einer der schönsten Ausflüge am nördlichen Westufer des Gardasee.