Donnerstag, 28. August 2008

Westliche Karwendelspitze (Bergsteigen)

Tourdaten: Westliche Karwendelspitze 2384m, Höhendifferenz 1400m, Aufstieg 3h, Gesamtzeit 6h inkl. Pausen

Nach langen Jahren mal wieder die früher von uns v.a. im Winter gerne begangene Route durchs Dammkar, diesmal als Sommertour. Erinnerungen an meine letzten Aktivitäten hier, die Klettertouren auf die Viererspitze und den Prediktstuhl.

War schön, mal wieder zum Gipfel hoch zu gehen, wenngleich die Masse der absteigenden Seilbahnfahrer nervt. Das vor allem, wenn man zusehen muss, wie die Leute teils mangelhaft ausgerüstet bzw. vorbereitet sind oder kleine Kinder zu Fuss mitziehen, zumal bei Gewittergefahr. Man muss schon damit rechnen, dass man für den teils auch steilen und gerölligen Abstieg 3-4 Stunden brauchen kann obwohl die Seilbahn in ein paar Minuten oben war.

Herrliches Wetter, im Aufstieg anfangs einsam, abwechslungsreich, tolle Bergstimmung, super Tiefblick auf Mittenwald vom Gipfel. Schöne Tour für den, der der Gipfelruhe ein gutes Weissbier vorzieht oder der z.B. bei unsicherem Wetter für den Abstieg die Seilbahnoption haben möchte.

Samstag, 16. August 2008

Notkarspitze, gr. Grattour (Bergsteigen)

Tourdaten: Notkarspitze 1888m, Höhendifferenz ca. 1600m, Gesamtzeit 7,5h

Route: Ettaler Sattel - Notkarspitze - Zunderkopf - Vorderfelderkopf - Felderkopf - Windstierlkopf - Ettaler Sattel

Gesehen hatte ich diese Routenmöglichkeit schon als ich damals die Notkarspitze als Abstecher und Ersatzhöhepunkt einer unfahrbaren Moser Bike Tour vor dem Umkehren gemacht hatte. An sich früher Start geplant und ich früh unterwegs, dann aber morgens noch abziehende Regenwolken und Schauer in Ettal, die ich noch abgewartet habe. Ab Notkarspitze dann ideale Wetterbedingungen. Weg direkt zum Zunderkopf über die Rücken zum Teil nicht ganz leicht zu finden, da wohl eher selten begangen.

Abstieg vom Windstierlkopf über die steile, bewachsene Nordwestflanke und dann endloser Latscher zurück zum Ettaler Sattel. Wesentliche Erleichterung würde hier das Bike bringen, da ohnehin unten die bekannten, weiten Forstwege. Dann könnte man auch gleich die Notkarspitze auslassen und nur den Grat ab Zunderkopf oder stattdessen inkl. Brünstelskopf gehen.

Abwechslungsreiche, sehr weite Gratwanderung, beste Aussichten auf den Wetterstein. Einige Kondition nötig, allerdings sind Abstiege von jedem der Zwischengipfel möglich.

Sonntag, 10. August 2008

Heiglkopf (Familienbergtour)

Tourdaten: Heiglkopf 1205m, Höhendifferenz 550m, Gesamtzeit 3h

Die Auswahl fiel heute auf besonderen Wunsch unseres Sohnes erneut auf den Heiglkopf. Er kennt bislang vermutlich drei Berge beim Namen. Diese Entscheidung war aber sehr gut, wir haben die kleine, steile Tour bei idealem Sommerwetter mit grosser Pause auf dem Gipfel sehr genossen.

Sonntag, 3. August 2008

Hoher Sonnblick - Kolm-Saigurn (Abstieg)

Tourdaten: Hoher Sonnblick 3105m, Höhendifferenz 1600m, Gesamtzeit 3,5h

Abstieg vom Zittelhaus über Rojacher Hütte und Neubauhütte nach Kolm-Saigurn, dabei Sicherung einer heiklen Querung im steilen Firn durch Fixseil für die beiden teilnehmenden Kinder und andere Unsichere. Ingesamt flotter Abstieg, Abfahrt im Steilfirn teilweise möglich, allerdings heikel.

Wetter früh morgens oben klar, unten Wolken, tolle Fernsicht. Später immer wieder zuziehend, am Lenzanger dann sonnig und sehr warm.

Insgesamt schöne, erlebnisreiche Tourentage, die Goldberggruppe ist eine sehr empfehlenswerte Region.

Samstag, 2. August 2008

Hoher Sonnblick (Bergsteigen)

Tourdaten: Hoher Sonnblick 3105m, Zittelhaus, Höhendifferenz 950m, Gesamtzeit 3h

Am nächsten Morgen Aufstieg vom Schutzhaus Neubau auf den Sonnblick und das dort auf dem Gipfel positionierte Zittelhaus. Durch einen Felssturz am 30.07.08 sind obere Teile des Grates nicht begehbar, die Ausweichroute über den Gletscher beinhaltet einige heikle Stellen im Firn bis etwa 40° Steilheit.

Der Gipfelbau, das Zittelhaus mit Observatorium bietet imposante Ausgesetztheit und bei Gewitter sicher ein interessantes Schauspiel. Leider waren wir die meiste Zeit in Wolken aber immer wieder und nur ganz kurz zwischendurch konnten wir den Aus- und Tiefblick bei Schönwetter erahnen.

Die Hütte selbst ist urgemütlich und von den Installationen her ökologisch sehr modern (z.B. Vakuumtoiletten), dafür aber spärlich ausgestattet und angemessen schlicht bewirtschaftet.

Freitag, 1. August 2008

Schareck (Bergsteigen)

Tourdaten: Schareck 3123m, Höhendifferenz 1000m, Gesamtzeit 4,5h

Früh am Morgen von der Neubauhütte über die Herzog-Ernst Spitze (2933m) auf den Gipfel. Interessante Wegbegleitung sind Teile des Tauerngoldrundwanderweges mit Beschreibungen der noch sichtbaren Reste des Goldbergbaus im 15. bis 17. Jahrhunderts.

Bis zur Herzog-Ernst Spitze typische, leichte Tauernbergtour, danach Gratwanderung und teils -Kletterei im 1. Grad, sowie eine grössere Gratstufe, die schwieriger ist aber klettersteigmässig abgesichert durch Stahlseil und Trittstifte.

Wetter war immer unsicher, im Endeffekt blieben die drohenden Gewitter aber aus bis zum Nachmittag. Beim Abstieg wurden wir Zeuge einer sehr flinken Hubschrauberrettungsaktion. Eine Bergsteigerin, mit der zusammen wir noch auf dem Gipfel waren, hatte sich am Fuss verletzt.

Sehr schöne und lohnende Tour, getrübt nur durch die Liftanlagen auf der Westseite des Berges, Gletscherskibetrieb war tatsächlich im Gange.