Mittwoch, 5. September 2007

Chalet du Drizon (Familienbergtour)

Tourdaten: Chalet du Drizon 1640m, Höhendifferenz 785m, Gesamtzeit 5:00h

Mit dem Auto über das Col de Tamié bis zum Kloster, von dort dann zu Fuss weiter bis zum Chalet. Natürlich sind wir so schnell wie möglich der Forststrasse entflohen und da wir schon den ersten Abschneider nahmen, kamen wir nicht zu eigentlichen Weggabelung mit den Schildern.

So ergab sich letztendlich eine nette Rundtour mit grosser Rast bei der Hütte, in der zwar Hunde bellten, Feuer im Ofen brannte und vor der eine ausgewachsene Sau in der Sonne schlief, aber kein Mensch anzutreffen war. Schade, denn auch hier gibt es, wie in vielen Hütten in Savoyen, selbstgemachten Bergkäse. Nach dem Abstieg haben wir uns beeilt noch in den Verkaufsladen des Klosters zu kommen um dort den berühmten Klosterkäse zu kaufen.

Zum Chalet du Drizon sollten Laure und ich einige Tage später dann auf ganz anderem Weg noch einmal zurückkehren.

Montag, 3. September 2007

Col de la Sauce (Familienbergtour)

Tourendaten: Col de la Sauce 2307m, Höhendifferenz 500m, Gesamtzeit 4:15h.

Nach einer Fahrt in das traumhafte Bergdorf Beaufort, aus dem auch der gleichnamige, weltberühmte "Prinz unter den Gruyères-Käsen" kommt, schauten wir uns die Hütte von Laures Familie in dem Bergdörfchen Beaubois an. Ein genialer Stützpunkt für Touren in Beaufortain. Danach fuhren wir weiter zum Stausee von Roselend und parkten an der Refuge du Plan de la Lai. Von hier aus wollten wir ursprünglich bis zur Refuge de la Croix du Bonhomme aufsteigen und dann weiter bis zum Col du Bonhomme, wo man dem Mont Blanc direkt gegenüber steht. Merlin hatte aber Vorrang und er stimmte uns um, am Col de la Sauce schon die grosse Rast zu machen und dort alleine herumzutoben. Der Mont Blanc war auch von da schon super zu sehen und keine viertel Stunde später war er ohnehin wolkenverhangen.

Beim Abstieg inspizierten wir den Roc du Vent mit seinem recht originell angelegten Klettersteig, der mit Tunnel und Seilbrücke mehr einen Spielplatz darstellt als einer logischen Route folgt. Trotzdem steht er auf der Liste für kommende Unternehmungen, nicht zuletzt, weil der Roc du Vent einfach atemberaubend in der Landschaft steht und durchgängig einen super Tiefblick bietet.

Sonntag, 2. September 2007

Croix de Périllet (Bergsteigen)

Tourdaten: Croix de Périllet 1710m, Höhendifferenz: 621m, Gesamtzeit 2:00h.

Auftakt unseres einwöchigen Urlaubs in Savoyen in Laures Heimatgegend. Am Abend nach der Ankunft erklammen wir zur Einstimmung noch den kleinen Vorgipfel der Belle Etoile mit Kreuz vom Col de Tamié aus. Von hier hat man einen schönen Tiefblick auf Albertville und Umgebung. Überwältigend aber war vor allem der plötzliche freie Blick von Südwesten auf den gigantischen Mont Blanc, der uns bei nahezu allen Unternehmungen der folgenden Tage beeindrucken sollte. Den Gipfel der Belle Etoile selbst konnten wir aus Zeitgründen leider nicht mehr machen, der wurde aber ein paar Tage später dann nachgeholt.

Sonntag, 26. August 2007

Rechelkopf (Familienbergtour)

Tourdaten: Rechelkopf 1328m, Höhendifferenz: 666 m, Gesamtzeit: 5:00 h

Schon wieder der Rechelkopf? Sollte man sich fragen. Ja, schon wieder. Aber diesmal über einen anderen, für uns neuen Weg, nämlich von Norden aus Greiling. Den Weg samt der auf dieser Bergseite befindlichen Sigrizalm hatte ich mir am Vortag aus der Luft angeschaut und da kam mir die Idee für die Familientour unter leider letztmaliger Begleitung durch die Heimatheimkehrerin Laure. Andere Bergseite, sonst kommen wir ja immer von Westen, und schon hatten wir das Gefühl auf einem völlig anderen Berg unterwegs zu sein. Lediglich kurz vorm Gipfel kamen wir auf bekanntes Terrain, weil eine Rundtour am Schluss auf den Westaufstieg führt, der von der Schweigeralm kommt.

Merlin hat schon wieder kurzfristig das Gipfelkreuz verschlafen, wachte dann aber kurz vor der Alm auf und forderte es lautstark ein. Auf der Sigrizalm gab es sehr viele Wespen, auch stechende und Getränke. Sehr lohnende Tour, schöner Gipfelrundenaspekt, Alm, etwas länger als der Westaufstieg, dafür auch einsam. Noch einsamer wird es, wenn man wie wir unten einen Weg zu früh zum Berg geht (ohne Schild), dann folgt man einem nicht markierten Einheimischenpfad durch traumhafte Vegetation bis zum oberen Teil der Forststrasse mit den kleinen schönen Almen.

Samstag, 25. August 2007

Voralpenrunde (Motorsegelflug)

Tourdaten: Start und Landung am Flugplatz Dachau-Gröbenried, Höhendifferenz 2600m (gesamt), Flugzeit 2:00h

Endlich hat es wieder geklappt, eine Runde mit Schwiegervater Matthias zu fliegen. An sich war von mir bestes Flugwetter geplant und dementsprechend auch die Wettersteinrunde erhofft, auf die ich schon lange spekuliert hatte. Leider sahen wir schon beim Start trotz blauem Dachauer Himmel hohe Wolkentürme in den Kalkalpen. Schade, die Zugspitze war damit zu gefährlich und mit Fotos wäre es auch nichts geworden.

Also steuerte Matthias mit seinem Falken die Voralpen an und ich konnte trotz trüber Luft einige Bilder machen, hier Kochel- und Walchensee, unser Campingplatz am Kochelsee, der Herzogstand, der Zwiesel und der Rechelkopf mit der Sigrizalm auf der Nordseite. Wir flogen weiter nach Osten aber leider waren die Tegernseer Berge, der Wendelstein und auch die Kampenwand schon in Wolken. Trotzdem war es wieder ein phantastisches, zweistündiges Flugerlebnis, dank Matthias! Nahluftbilder vom Wetterstein zu schiessen bleibt natürlich weiterhin auf meiner Wunschliste.