Sonntag, 2. September 2007

Croix de Périllet (Bergsteigen)

Tourdaten: Croix de Périllet 1710m, Höhendifferenz: 621m, Gesamtzeit 2:00h.

Auftakt unseres einwöchigen Urlaubs in Savoyen in Laures Heimatgegend. Am Abend nach der Ankunft erklammen wir zur Einstimmung noch den kleinen Vorgipfel der Belle Etoile mit Kreuz vom Col de Tamié aus. Von hier hat man einen schönen Tiefblick auf Albertville und Umgebung. Überwältigend aber war vor allem der plötzliche freie Blick von Südwesten auf den gigantischen Mont Blanc, der uns bei nahezu allen Unternehmungen der folgenden Tage beeindrucken sollte. Den Gipfel der Belle Etoile selbst konnten wir aus Zeitgründen leider nicht mehr machen, der wurde aber ein paar Tage später dann nachgeholt.

Sonntag, 26. August 2007

Rechelkopf (Familienbergtour)

Tourdaten: Rechelkopf 1328m, Höhendifferenz: 666 m, Gesamtzeit: 5:00 h

Schon wieder der Rechelkopf? Sollte man sich fragen. Ja, schon wieder. Aber diesmal über einen anderen, für uns neuen Weg, nämlich von Norden aus Greiling. Den Weg samt der auf dieser Bergseite befindlichen Sigrizalm hatte ich mir am Vortag aus der Luft angeschaut und da kam mir die Idee für die Familientour unter leider letztmaliger Begleitung durch die Heimatheimkehrerin Laure. Andere Bergseite, sonst kommen wir ja immer von Westen, und schon hatten wir das Gefühl auf einem völlig anderen Berg unterwegs zu sein. Lediglich kurz vorm Gipfel kamen wir auf bekanntes Terrain, weil eine Rundtour am Schluss auf den Westaufstieg führt, der von der Schweigeralm kommt.

Merlin hat schon wieder kurzfristig das Gipfelkreuz verschlafen, wachte dann aber kurz vor der Alm auf und forderte es lautstark ein. Auf der Sigrizalm gab es sehr viele Wespen, auch stechende und Getränke. Sehr lohnende Tour, schöner Gipfelrundenaspekt, Alm, etwas länger als der Westaufstieg, dafür auch einsam. Noch einsamer wird es, wenn man wie wir unten einen Weg zu früh zum Berg geht (ohne Schild), dann folgt man einem nicht markierten Einheimischenpfad durch traumhafte Vegetation bis zum oberen Teil der Forststrasse mit den kleinen schönen Almen.

Samstag, 25. August 2007

Voralpenrunde (Motorsegelflug)

Tourdaten: Start und Landung am Flugplatz Dachau-Gröbenried, Höhendifferenz 2600m (gesamt), Flugzeit 2:00h

Endlich hat es wieder geklappt, eine Runde mit Schwiegervater Matthias zu fliegen. An sich war von mir bestes Flugwetter geplant und dementsprechend auch die Wettersteinrunde erhofft, auf die ich schon lange spekuliert hatte. Leider sahen wir schon beim Start trotz blauem Dachauer Himmel hohe Wolkentürme in den Kalkalpen. Schade, die Zugspitze war damit zu gefährlich und mit Fotos wäre es auch nichts geworden.

Also steuerte Matthias mit seinem Falken die Voralpen an und ich konnte trotz trüber Luft einige Bilder machen, hier Kochel- und Walchensee, unser Campingplatz am Kochelsee, der Herzogstand, der Zwiesel und der Rechelkopf mit der Sigrizalm auf der Nordseite. Wir flogen weiter nach Osten aber leider waren die Tegernseer Berge, der Wendelstein und auch die Kampenwand schon in Wolken. Trotzdem war es wieder ein phantastisches, zweistündiges Flugerlebnis, dank Matthias! Nahluftbilder vom Wetterstein zu schiessen bleibt natürlich weiterhin auf meiner Wunschliste.

Sonntag, 19. August 2007

Rabenkopfrunde (Bike & Bergsteigen)

Tourdaten: Rabenkopf 1559m, Höhendifferenz 1140m, Strecke 38km, Gesamtzeit 4:00h, davon reine Bike-Fahrzeit 2:40

Nachdem mir die Mosertouren auch im weiteren Umfeld des Kochel- und Walchensee inzwischen ausgegangen sind, stellte ich mir beim Familiencamping dieses Wochenende kurzfristig eine eigene Runde zusammen. Ich fuhr zunächst bei der Fa. Dorst den Forstweg zur Kotalm hoch, eine gar nicht mal so wenig anstrengende Sache, hatte ich inzwischen wohl völlig verklärt. Kurz vor der Kotalm links weg Richtung Staffelalm. Was ich aus irgendeinem Grund als Forstweg in Erinnerung hatte enpuppte sich als für Fahrräder verbotener Trail mit einzelnen Stufen und letztlich als handfeste Tragestrecke. Schliesslich bei der Staffelalm angekommen, sperrte ich mein Bike ab und dachte mir, schnell mal auf den Rabenkopf hochzugehen, wenn ich schon da bin. Ich war ja vor kurzem erst mit der Familie hier.

Vom Gipfel ging ich aber dann nicht den selben Weg zurück, sondern über den Westgrat zur Bergwachthütte runter, da hatte mich letztens gewurmt, dass wir nicht wenigstens einmal diesen Weg genommen hatten. Nett, die kleine Klettersteigeinlage, schönes Panorama und ganz klar empfielt es sich, diesen Weg nach oben und den direkt zur Staffelalm dann nach unten zu nehmen wenn man zu Fuss unterwegs ist. Von der Bergwachthütte musste ich dann in meinem Fall natürlich wieder den weiten Bogen zurück zur Staffelalm ziehen, was ich für die kurzweilige Variante gerne in Kauf nahm.

Buttermilch auf der Staffelalm und das Wetter sichtbar von Westen schlechter werdend, dunkle Wolken. Zunächst hatte ich mir überlegt, noch die Benediktenwand anzuschliessen, aber daraus wurde nun nichts mehr. Ich packte meine Sachen und fuhr zügig nach Jachenau ab. Schöner Forstweg, aber auch happig, so erklären sich die ganzen Schieber vor der Staffelalm wohl. In Jachenau bietet sich der Weg durch den Wald nach Sachenbach über die Fieberkapelle an, ich habe diese Variante aber schon so oft gemacht, dass ich es vorzog, mal die Mautstrasse nach Niedernach zu probieren.

Dann, bei aufkommendem Gewitterwind und sehr dunklen Wolken direkt am Walchenseeufer entlang bis Urfeld. Über die Kesselbergstrasse wieder runter zum Kochelsee, wo ich fast zeitgleich mit dem Regen am Camping eintraf. Super Runde, absolut zu empfehlen! Besonders dann, wenn nicht nur Bike, sondern auch ein bisschen Bergsteigen mit schönem Gipfel dazukommen soll.

Mittwoch, 15. August 2007

Rechelkopf (Familienbergtour)

Tourdaten: Rechelkopf 1328m, Höhendifferenz: 650 m, Gesamtzeit: 4:30 h

Feiertagstour, mal wieder auf den Rechelkopf, diesmal im Hochsommer, auch neu. Mittags gingen wir los, es war brutal schwül, ich weiss nicht ob ich schon jemals so geschwitzt habe. Merlin zeigte aus der Kraxe von hinten auf meinen Nacken "Papa nass!". Bei der Schweigeralm musste er dann dringend selbst ein bisschen rumlaufen, auf einem Baumstamm schaukeln und ich immer wieder Brombeeren pflücken gehen.

Weitere lange Rast mit Brotzeit hielten wir am Gipfel, die Fernsicht und Klarheit der Luft war beeindruckend. Die Gipfel schienen so nah, dass ich manche nicht ge- bzw. erkannt habe. Schnell sind wir dann wieder runter gespurtet, Merlin hatte viel Spass daran wenn ich gerannt und gesprungen bin und forderte das immer wieder mit dem Ausruf "Achtung!".

Kurz vorm Auto ist er eingeschlafen und hat dann in der abgestellte Kraxe noch eine Runde weitergeratzt. Schliesslich waren wir in Geissach was trinken und Merlin bekam das versprochene Eis.