Nachdem mir die Mosertouren auch im weiteren Umfeld des Kochel- und Walchensee inzwischen ausgegangen sind, stellte ich mir beim Familiencamping dieses Wochenende kurzfristig eine eigene Runde zusammen. Ich fuhr zunächst bei der Fa. Dorst den Forstweg zur Kotalm hoch, eine gar nicht mal so wenig anstrengende Sache, hatte ich inzwischen wohl völlig verklärt.
Sonntag, 19. August 2007
Rabenkopfrunde (Bike & Bergsteigen)
Nachdem mir die Mosertouren auch im weiteren Umfeld des Kochel- und Walchensee inzwischen ausgegangen sind, stellte ich mir beim Familiencamping dieses Wochenende kurzfristig eine eigene Runde zusammen. Ich fuhr zunächst bei der Fa. Dorst den Forstweg zur Kotalm hoch, eine gar nicht mal so wenig anstrengende Sache, hatte ich inzwischen wohl völlig verklärt.
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Mittwoch, 15. August 2007
Rechelkopf (Familienbergtour)
Feiertagstour, mal wieder auf den Rechelkopf, diesmal im Hochsommer, auch neu. Mittags gingen wir los, es war brutal schwül, ich weiss nicht ob ich schon jemals so geschwitzt habe. Merlin zeigte aus der Kraxe von hinten auf meinen Nacken "Papa nass!". Bei der Schweigeralm musste er dann dringend selbst ein bisschen rumlaufen, auf einem Baumstamm schaukeln und ich immer wieder Brombeeren pflücken gehen.
Weitere lange Rast mit Brotzeit hielten wir am Gipfel, die Fernsicht und Klarheit der Luft war beeindruckend. Die Gipfel schienen so nah, dass ich manche nicht ge- bzw. erkannt habe. Schnell sind wir dann wieder runter gespurtet, Merlin hatte viel Spass daran wenn ich gerannt und gesprungen bin und forderte das immer wieder mit dem Ausruf "Achtung!".
Kurz vorm Auto ist er eingeschlafen und hat dann in der abgestellte Kraxe noch eine Runde weitergeratzt. Schliesslich waren wir in Geissach was trinken und Merlin bekam das versprochene Eis.
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Rechelkopf
Sonntag, 12. August 2007
Heimgarten (Bergsteigen)
Vormittags noch ein Hilfstreppengeländer für Merlin geschreinert, dann mittags daheim losgefahren mit ordentlichem Bewegungsdrang nach dem verregneten Samstag, an dem wir nur einen Waldspaziergang zu den Wildschweinen gemacht hatten.
Sonntag, 5. August 2007
Rabenkopf (Familienbergtour)
Schon wieder ein Berg, den ich noch nicht kannte, obwohl er ganz nah ist, also zwischen Kochelsee und Benediktenwand steht. Ich hatte letztens bei Abstieg von der Benediktenwand den Gipfelaufbau erspäht und mich noch gefragt, was das eigentlich ist, da zwischen mir und dem Jochberg (s. Bild 1, Blick von der Benediktenwand auf den Rabenkopf, links die Staffelalm, im Hintergrund Jochberg und Heimgarten). Eine schöne, sehr lohnende Tour, nach nordseitigem Aufstieg durch Fichtenwald auf altem, steinigen Forstweg ein befreiender Höhenweg auf die Nordseite mit Superausblick und wirklich idyllischem Ambiente.
Merlin war diesmal nicht mehr so begeistert vom langen in der Kraxe sitzen und wollte lieber selber laufen. Da die Tour lang ist und der Weg oft sehr uneben mit grossen Steinen war das natürlich nicht so einfach, aber wir haben ihn dann auf den einfachen Abschnitten schon öfter mal selber laufen lassen. Es gibt zwei Varianten zum Gipfel, eine geht direkt über eine Bergwachthütte, hat aber einen klitzekleinen Klettersteig mit drin, der andere ist weiter und dafür aber eine reiner Wanderweg.
Merlin, dessen Höhepunkt beim rote-Punkte-Suchspiel immer das Gipfelkreuz ist, schlief leider keine 5 min. vor Erreichen des aussichtsreichen Gipfels ein und dann noch bei unserer ausgiebigen Rast im Schatten lange weiter. Seine Brotzeit hat er natürlich noch gekriegt und in der hübschen Staffelalm (Getränkeverkauf) von Papas Buttermilch und Mamas roter Schorle schnabuliert.
Insgesamt eine wirklich lohnenswerte Tour und seltsamerweise nicht viele Leute, obwohl der überfüllte Parkplatz in Pessenbach etwas anderes vermuten liess.
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Mittwoch, 1. August 2007
Zugspitze (Bergsteigen, Klettersteig)
-> Biwakzustieg siehe Vortag.
Als ich im Biwak im Höllental morgens um 3 Uhr mit einem Schrei aus einem Traum aufwachte, dachte ich nicht mehr an weiterschlafen. Irgendwie bin ich dann aber doch nochmal eingenickt und um kurz vor 5 Uhr, es dämmerte gerade, packte ich Biwaksack, Schlafsack und Isomatte in eine grosse Plastiktüte und versteckte sie, zusammen mit einer Visitenkarte unter einem Baum. Als Frühstück ging eine Breze und recht schnell war ich auf dem Weg zur Zugspitze. Trotz der frühen Uhrzeit waren schon zwei Bergsteiger vor mir. Weiter oben hatte noch ein anderer biwakiert.
Ich stieg zügig auf und war in guter Verfassung. Obwohl ich die Route gut kenne, verpasste ich durch einen Abschneider den Weg zur Zugspitze und geriet auf den Riffelschartenaufstieg. Ich merkte es bald, als ich die Leiter links unter mir sah, ärgerte mich aber, dass mir sowas passieren kann. Leiter, Brett, Grüner Buckel, die üblichen Stationen zogen dann an mir vorbei. Irgendwann, ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen, überholte ich ein Pärchen, bei denen er ein zerlegtes aber komplettes Moutainbike hinten auf den Rucksack geschnallt hatte, dazu später mehr.
Die Randkluft war entsprechend, an der Originalstelle des Klettersteig-Einstiegs etwa 5m freies Klettern nötig bis zur ersten Klammer, selbst die Umgehung weiter oben ist happig für Ungeübte. Hier steht man (und entledigt sich seiner Steigeisen) auf einer Schneebrücke, die vermutlich auch nicht mehr so arg lange hält. Als ich beim Abstieg hier vorbei kam, war ich überrascht, wie sorglos die Leute auf dieser weichen Schneebrücke pausieren. Man kann darauf warten, dass es hier zum Drama kommt.
Den Abstieg über das Höllental machte ich auch zum ersten Mal und ich musste feststellen, dass das scheinbar komplett unüblich ist. Schon gar in Kombination mit dem Aufstieg. Jedenfalls war ich neben einem Seilbahnfahrer offensichtlich der einzige Absteiger. Das heisst natürlich nicht, dass ich allein war, sondern im Gegenteil, so einen Gegenverkehr in einem Klettersteig habe ich noch nie erlebt. Bestimmt 50 Leute kamen mir entgegen, zumeist sehr erschöpft und entsprechend uneinsichtig bei Ausweichmanövern, grosse Ähnlichkeit zum Hörnligrat am Matterhorn. Ständiges Warten auf Gruppen von 10 bis 15 Leuten, eine ganz nervige Sache.
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