Mittwoch, 25. Juli 2007

Söllerpass und Meilerhütte (Bergsteigen)

Tourdaten: Söllerpass 2211m, Meilerhütte 2374m, Höhendifferenz 1400m, Gesamtzeit 7:30h

Die alljährliche Runde mit Laure, hier jetzt im 15. Jahr in Folge. Diesmal wieder ohne Übernachtung am Parkplatz. Aufstieg zum Söllerpass mit Gedenkstelle sehr flott in 2:40h. Das lag wohl auch daran, dass mir die Sonne wegen Wolken und Nebel nicht direkt auf Rücken und Hinterkopf knallte, was mich hier immer schlapp macht. Es waren noch andere Leute auf dem Weg unterwegs (wir waren dieses Jahr später dran als sonst), mehrere schienen beim Beginn der Schwierigkeiten (ausgesetzt, I) umgekehrt zu sein. Der Weg wird durch Erosion auch wirklich jedes Jahr schlechter und scheint nicht gepflegt zu werden. Für den Abstieg bei Nässe absolut nicht zu empfehlen.

Rast an der Gedenkstelle, alles war unverändert, selbst die Blumen vom letzten Jahr steckten als Stroh noch im Draht. Dann rüber zur Meilerhütte, nicht ohne vorher mit mir zu hadern ob ich nicht doch mal den Öfelekopf machen sollte. Auf der Meilerhütte gönnte uns Laure einen Kaffee, dann gings zügig übers Bergleintal wieder nach Leutasch runter. Hier kam uns, auch ungewöhnlich, absolut niemand entgegen.

Samstag, 21. Juli 2007

Schwarzenbachtal (Biketour)

Tourdaten: Strecke 30km, Höhendifferenz 700m, Moser 1/16 , Gesamtzeit 3:30h

Nach der schönen Jachenau-Tour letzte Woche nochmal in die selbe Gegend per Bike. Das Schwarzenbachtal ist sehr einsam, erster Kontakt mit anderen Menschen überhaupt erst auf dem Langenecksattel. Den Teil der Tour bis dahin kannte ich schon von der Benediktenwandumrundung, immer wieder unglaublich ist die romantische Lage der Rautalm, eine richtiggehende Gebirgsoase.

Die Abfahrt in die Jachenau ist alles andere als spassig, bis 20% Gefälle, da weint man um die schwitzend gewonnenen Höhenmeter. Schöner auf jeden Fall die Alternativroute über die Tanneralm, der Weg war aber grossräumig gesperrt wegen Waldarbeiten, zum Glück per Schild angekündigt.

Zweiter Teil der Tour über den Rehgraben ist hübsch, wäre eine schöne Kinder-Biketour. Er endete in meinem Fall an einer Insider-Badestelle an der Jache, Mosers Abzweig nach Leger scheine ich übersehen zu haben und war nicht der einzige Biker, der ein Stüch zurück nach Langeneck über die Strasse fuhr.

Sonntag, 15. Juli 2007

Staffel (Familienbergtour)

Tourdaten: Staffel 1532m, Höhendifferenz 770m, Gesamtzeit 7h

Ferienbeginn in einigen Bundesländern, da war wieder der Schleichweg nach Tölz über Einsiedel gefragt und dann eine kühle und möglichst noch nicht so oft begangene Tour in dieser Ecke. Den Staffel kannte ich bisher nicht, ich hab ihn auf der Karte gesehen. Schöne Familienrundtour, Hochsommerwetter, daher Aufstieg west-, Abstieg ostseitig. Der Staffel ist ohnehin ideal bei Hitze, da die Wege grösstenteils im Wald verlaufen. Erst bei den jeweiligen Querungen zum südseitigen Gipfelstichweg ist man der Sonne ungeschützt ausgesetzt.

Der Staffel ist ein einsamer Berg, wir haben nur wenige Leute getroffen, es gibt halt auch keine Hütte. Die Aussicht ist grandios, im Norden Benediktenwandpanorama, im Süden Karwendel und sogar ein Stück blaugrüner Sylvensteinsee. Und natürlich der grandiose Tiefblick direkt runter in die unvergleichliche Jachenau und zum Walchensee.

Wir haben in Achner mit schlechtem Gewissen vor einer Scheune eines Hofes geparkt, denn Parkplätze in dem Sinne gibt es hier nicht. War aber scheinbar kein Problem, kein Bauer mit Flinte, kein Zettel, kein böses Wort. Hier scheint die Welt noch in Ordnung. Beim Aufstieg auf dem Forstweg hat sogar eine ältere Almwirtin ihr Auto angehalten und gefragt ob wir auf den Staffel gehen um uns dann viel Spass zu wünschen.

Rast beim Abstieg etwas unter dem Gipfel, Merlin wollte relativ viel selbst laufen, sogar im steigartigen Gelände, dann natürlich eher an Julias Hand baumelnd. Nachher noch gebadet in der jungen Isar (unser früherer Übernachtungsparkplatz) und schöner Ausklang auf der Caféterasse in Leger.

Dienstag, 3. Juli 2007

Fockenstein (Familienbergtour)

Tourdaten: Fockenstein 1564m, Höhendifferenz 790m, Gesamtzeit 6h

Eigentlich war der Hirschberg geplant, durch zu frühes Abbiegen in Bad Wiessee landeten wir an einem kleinen Parkplatz am Zeiselbach und entschieden uns kurzerhand für den Fockenstein. Den Weg durch das Zeiselbachteil zur Aueralm kannte ich vom Biken, im 2. Teil fies steil, man sollte nicht anhalten, sonst kommt man nicht mehr los. Zu Fuss eine schöne Sache, die Aueralm wie immer proppenvoll. Wir haben uns auch nicht lange aufgehalten, erst später im Schatten Pause gemacht und dann hoch auf den Fockensteingipfel, auf dem ich wohl zum ersten Mal war. Merlin hatte Spass dabei auf den Gipfelfelsen rumzuklettern und konnte nur unter lautstarkem Protest wieder von einem Sitzplatz in der Kraxe überzeugt werden.

Abstieg dann hintenrum, also nach Süden und über den Forstweg wieder zur Aueralm. Von dort den selben Weg zurück zum Auto. Obwohl Laure, Julia und ich gesundheitlich angeschlagen waren, ein sehr schöner, ausgefüllter Tourentag. Der Fockensteingipfel ist trotz Massen von Fliegen ein ganz besonders schöner Rast- und Aussichtspunkt, und so ganz anders als der benachbarte Geiersteingipfel, auf dem wir ja in letzter Zeit öftern mal waren. Die Überschreitung der beiden Gipfel, also von Lenggries nach Bad Wiessee ist sicher sehr lohnend, man könnte das gut per BOB arrangieren.

Samstag, 23. Juni 2007

Benediktenwand (Bike & Bergsteigen)

Tourdaten: Benediktenwand 1801m, Höhendifferenz 1410m (hier), Gesamtzeit: 5:30h

Nach unsicherem Mischwetter mittags um 12 Uhr doch noch losgefahren, Start in Benediktbeuern (Alpenwarmbad) dann um kurz vor 13:00. Maximiliansweg geplant, wenn auch unsicher, weil es noch vor kurzem geregnet hatte. Aber ich wollte nicht mehr in die Situation kommen, oben in der Wand zu sein und nicht entsprechend ausgerüstet zu sein, deswegen Gurt und Seil dabei für die Selbstsicherung an der Schlüsselstelle.

Zügig mit Bike zur Materialseilbahn, dann rastlos an der Tutzinger Hütte vorbei und hoch in die Wand. Ich nahm mir vor, soweit zu gehen, wie ich es sicher genug fand und dann umzudrehen. Dass die Wand nach den Regenfällen zu heikel war, war eigentlich klar, selbst der Fels hatte noch dunkle Zeichnungen. Bis etwa zum Beginn der Rippe ging ich, also halbe Wandhöhe, dann beschloss ich umzukehren. Mit einigem Stolz, dass ich mir diese Option erlauben konnte. Ab der Rippe war das Schrofengelände bei dieser Nässe zu heikel, der Fels an der Schlüsselstelle war mit Sicherheit nass und glitschig.

Ich stieg bis zu den Gedenktafeln zurück und querte dann wenig lohnenswert durch die Sträucher zum Ostanstieg. Ab da dann den üblichen Weg zum Gipfel, wo dunkle Gewitterwolken aufzogen, dann schnell wieder über den Westanstieg runter zur Tutzinger Hütte und ohne Rast zum Bike und ins Tal. Trotz Samstag war, wohl wegen des Wetters, unüblich wenig los am Berg. Eine schöne Erfahrung auch, dass so eine grosse Runde selbst bei mittäglichem Aufbruch noch geht.